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WASSERTROPFENGESCHICHTEN

Scuola - der schönste Wassertropfen im Unterengadiner Tal

Ich bin schön und immer im Stress. Weil ich viel unterwegs bin, mal oben, mal unten, mal in dieser, mal in jener Quelle. Immer in Bewegung und immer im Stress, wie gesagt. Wo bin ich heute? Oh, in einem Gefäß! Wieso? Wer hat mich denn hier eingeschlossen? Ach, egal… Ich genieße es einfach. Hier kann ich ausruhen und ein bisschen von mir erzählen.

Ich bin Scuola. Man sagt, ich sei der schönste Wassertropfen aus den Mineralwasserquellen im Unterengadiner Tal. In welcher unserer 20 Quellen ich entstanden bin, weiß ich nicht mehr. Aber seither bin ich nur noch unterwegs und erfinde mich andauernd neu. Das macht eigentlich Riesenspaß, darum bin ich ein fröhlicher Wassertropfen. Es ist allerdings auch ziemlich anstrengend, immerzu kreativ zu sein, mir brummt davon manchmal mein Wasserkopf...

Alle Quellen nehmen mich gern für eine Weile auf und freuen sich auf meine Besuche bei ihnen, denn jedes Mal bringe ich noch bessere Bestandteile mit.

Es ist wunderschön hier in der Schweiz, deshalb bleibe ich auch im Kanton Graubünden. Manchmal schaue ich mir die Alpen von oben an, ein paar hundert Jahre später bin ich dann wieder tief unten bei meinen säuerlichen Verwandten in der Bonifaziusquelle oder bei den Glaubersalz-Schwesterntropfen in der Luziusquelle. Ich bin sehr gern für einen Besuch von 10 oder 20 Jahren unten in den Quellen und freue mich immer wieder, wenn ich danach die Sonne sehe. Ab und zu, wenn wir Tropfen gemeinsam durchs Tal plätschern, gibt es einen Riesensog nach oben in die Lüfte, Richtung Sonne. Manchmal werde ich von diesem Sog mit nach oben genommen, dann bilden wir alle eine Wolke. Es ist einfach herrlich, unsere Gegend von oben zu sehen – die Berge, die Wälder, die vielen Quellen. Wenn unsere Wolke zu schwer geworden ist, fallen wir herunter, manchmal als Regen und manchmal als Schnee. Wir bleiben immer hier in unserer Heimat und müssen nie über die Alpen hinweg ziehen dank der hohen Berge. Und überall lerne ich neue Tropfen kennen. Das Leben als Wassertropfen ist echt spannend! In Scuol zum Beispiel gibt es Mineralbrunnen, aus denen Erdlinge trinken, weil es so gesund ist. Gestern habe ich gesehen, wie sie neugierige Wassertropfen, die direkt aus der Emerita-Quelle hochgekommen sind, in Flaschen gefüllt haben! Drüben, im Bogn Engadina, werfen sich die Erdlinge sogar zwischen meine Brüder und Schwestern, die aus den anderen Quellen den Weg ins Licht gefunden haben. Es ist lustig anzuschauen, wie die Wassertropfen um die Erdlinge herum Fangen spielen. Die Erdlinge mögen uns sehr.

Huch – jetzt werden wir durchgeschüttelt hier im Gefäß! Nun ist es wohl vorbei mit der Ruhe. Tröpfchen für Tröpfchen verlässt das Gefäß. Was für ein Gedränge am Ausgang. Schon wieder Stress! Es war ja auch schon viel zu lange ruhig. Aaaaaaaaahhhhhh! Platsch. Gut aufgekommen. Ich bin soeben aus dem Gefäß in eine Schüssel mit Wasser aus der Lischinaquelle getropft. Nichts passiert. Oder doch: Die Erdlinge haben ein Bild ausgerechnet von mir gemacht! Es ist wirklich gut getroffen und sieht einfach super aus. Darum wollen sie es auf einen Regenschirm tun. Die Erdlinge haben witzige Ideen, das muss man schon sagen.

Tatsächlich, ich bin der schönste Wassertropfen im Unterengadiner Tal - hier ist der Beweis!

Das mit den Regenschirmen muss ich gleich den Tropfen in der CAROLA-Quelle erzählen, ich suche mir einen Weg nach unten und komme in ein paar Jahren wieder hierher. Ciao!



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